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spaghetti all'assassina roh in pfanne

“Spaghetti all’Assassina” – eine andere Art Spaghetti zu kochen

 

Spaghetti all'Assassina

Eine kulinarische Erinnerung an unsere Reise durch Apulien: " Spaghetti all’assassina " - frei übersetzt: " auf mörderische Art " oder "nach Art der Meuchelmörderin"
Die Zutatenliste ist kurz: Spaghetti, passierte Tomaten und Tomatenmark, Knoblauch, Chili, Olivenöl und Salz. Was das Gericht so besonders und einzigartig macht, ist die Art des Spaghetti-Kochens. Die werden nämlich roh in die Pfanne gelegt und direkt in Tomatensugo geschmort und zum Schluß angeröstet.
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Gesamtzeit 35 Minuten
Portionen 4 Personen

Sie brauchen

  • Pfanne mit so großem Durchmesser, daß die Spaghetti in trockenem Zustand auf den Boden der Pfanne passen.

Zutaten
  

  • 400-440 gr Spaghetti je nach Hunger....
  • 1 Liter Wasser
  • 3 St Knoblauchzehen
  • 400 gr Passata di Pomodoro
  • 2 EL Tomatenkonzentrat
  • Peperoncino, frisch oder auch getrocknet
  • Olivenöl aus kalter Erstpressung

Zubereitung
 

  • In einem Kochtopf 1 Liter Wasser zum Kochen bringen, ca 1/3 der Passata di Pomodoro und 2 EL Tomatenkonzentrat hinzugeben, ca 10 Minuten köcheln lassen, leicht salzen.
  • In einer großen Pfanne (die rohen Spaghetti müssen auf dem Boden der Pfanne Platz haben) reichlich Olivenöl erwärmen. Kleingeschnittenen frischen Peperoncino (alternativ getrockneten) und Knoblauch hinzugeben. Mindestens 1 Knoblauchzehe sollte kleingeschnitten sein, 2 Knoblauchzehen kann man im Ganzen lassen - leicht gequetscht mit der flachen Seite eines großen Messers.
    Sobald der Knoblauch beginnt golden zu werden, die gequetschten Knoblauchzehen entfernen und 2 Schöpflöffel vom Tomatensugo in die Pfanne geben.
    spaghetti all'assassina pfanne mit knoblauch und peperoncino
  • Nun die Spaghetti in die Pfanne legen und mit der restlichen Passata di Pomodoro aufgießen. Bei mittlerer Hitze leicht köcheln lassen.
    Mit einer Gabel / Zange die Spaghetti während der Kochzeit immer wieder bewegen, damit sie nicht zusammenkleben.
  • Immer wieder Tomatensugo hinzugeben, sobald die Spagehtti die Flüssigkeit in der Pfanne absorbiert haben. Die Nudeln brauchen einige Minuten länger als die übliche Kochzeit ! Gegen Ende der Kochzeit hin weniger Sugo dazugeben, die Nudeln werden im letzten Schritt in der Pfanne angeröstet.
  • Sobald die Spaghetti "al dente " sind und idealerweise das Sugo komplett absorbiert haben, wieder Olivenöl in die Pfanne geben . Jetzt läßt man die Nudeln solange ohne Umrühren in der Pfanne, bis sich an der Unterseite der Spaghetti eine braune (Achtung : nicht schwarze!) Kruste gebildet hat. Das kann man leicht durch Anheben der Spaghetti kontrollieren.
    Dann die Spaghetti wenden und auf der anderen Seite ebenfalls anbraten . Das erinnert an Paella-Kochen 😉
    Die Spaghetti werden dadurch sozusagen "karamellisiert" .
  • Wenn die Nudeln nach ein paarmal Wenden eine hübsche Kruste gebildet haben, sind sie fertig und können sofort serviert werden.
    Buon Appetito!
    Dazu paßt ein guter Rotwein aus Apulien, das das Originalrezept ja aus Bari kommt !
    spaghetti all'assasina auf teller angerichtet

Notizen

Das Rezept stammt aus Bari in Apulien und gehört dort zu den Klassikern. Der Name klingt  wesentlich gefährlicher, als das Gericht tatsächlich ist: assassina bedeutet „Mörderin“ oder „Meuchelmörderin“. Warum die Spaghetti diesen Namen bekommen haben, darüber gibt es verschiedene Geschichten. Sicher ist nur: Sie dürfen ordentlich scharf sein.
Ich mag an diesem Gericht vor allem, dass aus ganz wenigen Zutaten etwas entsteht, das völlig anders schmeckt als klassische  "Spaghetti al pomodoro" . 
Die Pasta nimmt das Tomatensugo  direkt beim Kochen in der Pfanne  auf und bekommt dabei diese leicht karamellisierten, fast knusprigen Stellen. Schneidet man eine Nudel in der Mitte durch, kann man sehen, daß sie sich innen rötlich gefärbt hat. 
Wichtig ist eine große Pfanne und ein bisschen Geduld. Die Spaghetti werden nicht mit einem großen Topf Wasser gekocht, sondern ähnlich wie ein Risotto immer wieder mit etwas Tomatenbrühe aufgegossen. Zwischendurch werden die Spaghetti immer wieder  vorsichtig umgerührt , damit sie nicht zusammenkleben. 
Am Ende darf es  noch einmal richtig heiß werden: Ein paar Minuten braten, bis einzelne Stellen schön knusprig werden – genau das gehört bei den Spaghetti all’assassina dazu.
Wieviel Peperoncino es für dieses Gericht braucht, hängt erstens von der Schärfe des verfügbaren Chili-Schote ab und zweitens von den persönlichen Schärfe-Vorlieben. Im Original sind die "Spaghetti all'Assassina" ziemlich pikant, sozusagen "mörderscharf" 😉.
Da die Samen in den frischen Chilischoten die meiste Schärfe haben, entferne ich diese meistens vorsichtshalber und gebe eventuell nach einem Abschmecken bei halber Kochzeit nocht etwas getrockneten Peperoncino dazu. 
Die Spaghetti sollten von bester Qualität sein (mein Tipp: Martelli-Spaghetti ! ).
In einigen Rezepten, die im Internet kursieren, wird empfohlen, keine Nudeln zu nehmen, die durch Bronzeaufsätze gepresst worden sind. Sie könnten zuviel Stärke verlieren. Meine Erfahrung mit den Spaghetti von Martelli waren hingegen perfekt. Es hängt also mehr von der Gesamtqualität der Spaghetti ab, ob das Gericht gut gelingt (siehe auch die Infos der Accademia dell'Assassina diesbezüglich). 
Weiter Infos über die Geschichte, Fotos  und eine minutiöse Kochanleitung mit allen denkbar  möglichen Details gibts auf der Hompage der Accademia dell'Assasina - hier der link 
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