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Panforte – Duft von Honig, Gewürzen und Zeit

panforte mit kaffee

Panforte ist eine der ältesten und charakterstärksten Süßspeisen Italiens – ein kompakter, dunkler Kuchen aus Honig, Zucker, Mandeln, kandierten Früchten und warmen Gewürzen wie Zimt, Muskat oder Koriander. Außen oft mit Puderzucker bestäubt, innen dicht und aromatisch, ist Panforte weniger „Kuchen“ als essbare Essenz des Mittelalters.

Seine Heimat ist Siena, wo Panforte bis heute als Delikatesse gilt – besonders zur Weihnachtszeit, aber eigentlich das ganze Jahr über.

Der Name bedeutet wörtlich „starkes Brot“ (pan forte). Das verweist auf seinen intensiven Geschmack und auf die Zeit, in der Zucker rar und Gewürze kostbar waren.

Erste schriftliche Erwähnungen reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Damals wurden ähnliche Honigkuchen von Nonnen hergestellt – teils als Abgabe an Klöster, teils als Proviant für Reisende.

Eine besonders schöne Geschichte erzählt von Nonnen, die in der Nähe des Hospitals Santa Maria della Scala (direkt gegenüber dem Dom von Siena) Honigkuchen für Pilger backten. Eines Tages, so die Legende, geriet der Honig zu kräftig, die Gewürze zu üppig, die Masse zu dicht – der Kuchen wurde „zu stark“.
Anstatt ihn wegzuwerfen, servierten sie ihn dennoch. Die Pilger waren begeistert. Der „Fehler“ wurde zur Spezialität – Panforte war geboren.

Ein Stück Panforte ist wie ein Spaziergang durch die Geschichte der Toskana – konzentriert, würzig und zeitlos.

gassen stadt italien

Rezept: 

  • 260 g Mandeln,ungeschält , grob gehackt 
  • 160 g Kandierte Orange, in kleine Stückchen geschnitten
  • 160 g Kandierte Zedratzitrone , klein geschnitten
  • 270 g Staubzucker
  • 150 ml Honig
  • 160 g glattes Mehl 
  • 1/2  Teelöffel Muskatnuss, gemahlen
  • 1 Prise  gemahlene Nelke 
  • 1 Prise Koriander, gemahlen
  • 1 Esslöffel Zimt, gemahlen
  • 1 Blatt Oblate , passend für die runde Springform (ca 20cm Durchmesser) 
  • 10 g Staubzucker
  • Staubzucker  für die Fertigstellung

Mandeln grob hacken. Kandierte Früchte klein schneiden, mit den Gewürzen mischen. 
Honig und Zucker vermischen und leicht erhitzen, bis sich der Staubzucker aufgelöst hat.
Früchte und Mandeln einrühren. Mehl untermischen und die Masse gut  und kräftig verkneten. 

Die Form einfetten und die Oblate hineinlegen, die Panforte-Mischung einfüllen und mit einer mit Wasser angefeuchteten Hand die Mischung gut glätten.
Die Oberfläche mit Staubzucker bestäuben und ca. 12 Minuten im vorgeheizten Rohr bei 220 Grad  backen, dann das Panforte aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und vom Backblech lösen.

Nach der Backzeit nur ein paar Minuten warten, bevor Sie das Panforte aus der Form lösen, denn wenn es zu kalt wird, lässt es sich nicht mehr gut aus der Form nehmen. 
Vor dem Servieren mit weiterem Puderzucker bestäuben und guten Appetit. 

Panforte hat eine ganz eigene Konsistenz – weder weich wie Kuchen noch fest  wie Krokant.  Direkt nach dem Backen wirkt die Masse vlelleicht zu weich, nach dem  Abkühlen dann fast zu  hart. Am Tag danach aber hat Panforte seine ideale Konsistenz: kompakt, aber nicht hart. Leicht klebrig bleibt Panforte  übrigens immer, daher lagert man die Stücke am besten auf Backpapier.