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bäcker beim teigabwiegen

Keks- und Panettoneherstellung hinter schwedischen Gardinen

In Padua befindet sich die derzeit einzige Gefängnisbäckerei Italiens.

2005 beginnt die einzigartige Erfolgsgeschichte: die Mitarbeiter der Konditorei Giotto sind alle verurteilte Verbrecher. Sie lernen unter professioneller Anleitung berühmter Konditoren und Patissiers, Kekse und Kuchen in höchster Qualität zu backen. Nach einer sechsmonatigen Lehrzeit werden die Insassen regulär angestellt. Ihr Arbeitgeber ist der Papst persönlich, denn das Projekt wird von der Kirche geleitet. Über den Lohn können die Häftlinge frei verfügen. 

Die Rückfallquote der Häftlinge, die hier arbeiten,  beträgt nach ihrer Entlassung nur 1-2% (der nationale Durchschnitt liegt bei ca. 70%). 

Viele schaffen es sogar, mit dem im Gefängnis erlernten Wissen eine eigene Bäckerei zu eröffnen. 

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Der berühmteste Kunde ist der Papst: der Vatikan bestellt  für jedes Weihnachtsfest 200 Stück Panettone in der Gefängnisbäckerei. 

Die Produkte der Gefängnisbäckerei Giotto sind inzwischen weltberühmt und gewinnen die renommiertesten Preise. Immer noch wird alles mit der Hand hergestellt. Die Häftlinge sind schließlich der Mittelpunkt dieses Projekts. Sie werden daher auch nicht durch Maschinen ersetzt, wie in größeren Betrieben sonst üblich.  

In den Gefängnissen nördlich der Alpen  ist es seit vielen Jahren üblich, daß Häftlinge während ihrer Gefängnisstrafen arbeiten bzw. eine Ausbildung erhalten. In Italien ist das jedoch ein Sonderfall. Hier verbringen die Insassen noch den größten Teil des Tages in den Zellen. Es ist zu hoffen, dass bald weitere Gefängnisse diesem Beispiel folgen werden. 

„Dank der Ausbildung habe ich zum ersten Mal einen richtigen Job, das ist für mich und meine Zukunft eine große Chance. Wenn ich arbeite, kann ich den nächsten Tag planen, jeder Tag ist anders, und ich bin motiviert“, wie es ein Häftling auf den Punkt bringt.